Selbstorganisation New Work

Die Macht des Dream-Teams

Mit dem richtigen Team kann es Menschen gelingen, scheinbar Unmögliches zu schaffen. Davon berichtet Autor und Ausdauersportler Sven Ole Müller im #MoTcast-Gespräch mit unserem Partner Ingo Stoll.

Die Masters of Transformation im Gespräch.
Die Masters of Transformation im Gespräch.

Anreize jenseits von Belohnung und Strafe

Aus dem Vollen schöpfen, Potentiale erkennen und heben – das ist nicht nur ein Anliegen, das Unternehmen und Unternehmer an Mitarbeiter richten, sondern ein Wunsch, der viele Menschen antreibt. Doch wie kann eine Potentialentfaltung gelingen? Welche Voraussetzungen sollten dafür gegeben sein und welche Anreize gibt es jenseits von Bestrafung und Belohnung? Der Autor und Coach Sven Ole Müller ist bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen einen recht extremen Weg gegangen: Gemeinsam mit drei weiteren Teammitgliedern hat er 2016 am „Race across America“ teilgenommen.

Das „Race across America“ wird auch als das härteste Radrennen der Welt bezeichnet. Die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler müssen auf ihrem Weg von der West- zur Ostküste Amerikas unterschiedliche Klimazonen und vier verschiedene Zeitzonen überwinden, eine körperliche Extremleistung. „Du stehst nie und hast zwangsläufig extremen Schlafentzug“, sagt der Sportler im Gespräch mit Podcaster Ingo Stoll. Doch die ganzen Strapazen, die das Team auf sich genommen hat, haben sich am Ende gelohnt: Sven Ole Müller und sein Team, allesamt Amateur-Radsportler, belegten in ihrer Klasse den ersten Platz.

Die Erkenntnisse, die Sven Ole Müller und seine Teamkollegin, Nicole Bauer, aus diesem Extremrennen gewonnen haben, haben sie gemeinsam mit dem Hirnforscher Gerald Hüther in dem Buch „Wie Träume wahr werden: Das Geheimnis der Potentialentfaltung“ festgehalten.

Der Unterschied von Zielen und Träumen

Ein wichtiges, wenn auch schmerzhaftes Learning machte die Gruppe erst nach ihrer Rückkehr nach Deutschland: „Erfolg macht ja bekanntlich traurig, denn danach kommt das Loch“, so Sven Ole Müller. Die Teammitglieder sind nach dem Rennen wieder eigene Wege gegangen.

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Das Ziel, das sie als Gruppe erreichen wollten, hatten sie schließlich geschafft. Was fehlte war ein übergeordnetes gemeinsames Anliegen. „Irgendeine Sache, die wir immer weitergeben können“, sagt Sven Ole Müller, „wenn wir es dafür gemacht hätten, wäre der Sieg bei Race across America als Nebenprodukt entstanden. Aber wir wären in der Gemeinschaft weiterhin zusammen, weil wir einen höheren Gedanken hätten, den wir weiterverfolgen würden. Es wäre dann nur ein Teilabschnitt gewesen.“ Ein Anliegen, beziehungsweise einen gemeinsamen Traum zu haben, sei also wichtiger als ein gemeinsames Ziel.

Und welches Anliegen hat Sven Ole Müller heute? „Mein großes Anliegen ist, das Thema des Anliegens zu verbreiten“, sagt er. Dafür arbeitet er unter anderem zusammen mit Gerald Hüther in der Akademie für Potentialentfaltung, eine gemeinnützige Genossenschaft. „Ich liebe dieses Ehrenamt“, sagt Müller, der dort als Bereichsleiter für Teamentwicklung und Dream Teams große Organisationen berät. Um erfolgreich im Team arbeiten zu können, das macht Müller auch deutlich, muss man zunächst an sich selbst arbeiten. „Wenn ich mich selbst kenne, mir selbst auch wert bin, dann kann ich andere auch dementsprechend behandeln.“

Den ganzen Podcast mit Sven Ole Müller können Sie hier hören.