Agilität Business Transformation

Leinen los!

Deutschland ist nicht Silicon Valley. Zu wenig Venture Capital, zu wenig Founder-Mentalitäten, zu wenig Start-ups, zu wenig Unicorns. Nicht schlimm. Denn mit dem richtigen Framework werden Unternehmen zur agilen Flotte.

Mit voller Kraft in die neue Welt.
Mit voller Kraft in die neue Welt.

Innovationen aus sich selbst heraus

Deutschland hat weder eine starke Venture Capital-Industrie wie das Silicon Valley noch einen interventionistischen Staat wie China, der ohne Rücksicht auf Verluste Geld und Menschen in disruptive Innovationen lenkt. Damit deutsche und europäische Unternehmen im Wettbewerb mit den USA und China nicht untergehen, müssen sie Innovationen aus sich heraus schaffen. 

 

Die disruptive Zukunft immer im Blick.
Die disruptive Zukunft immer im Blick.

Innovation muss in Deutschland aus den Unternehmen selbst kommen. Dafür müssen sie sich neu organisieren: Nicht mehr als kompakte Einheit, sondern als Flottenverbund.

Sie stehen dabei vor der Herausforderung, das Bestandsgeschäft effizient und margenstark zum Erfolg zu führen und gleichzeitig das Innovations- und Zukunftsgeschäft zu forcieren. Doch in den beiden Sphären herrschen unterschiedliche Bedingungen: Dort Hierarchie, effiziente Prozesse und klar definierte Aufgaben mit spezifischen Anforderungen an Skills, hier strikte Kunden- und Marktzentrierung, schnelles, aufgabenbezogenes Lernen und Mut, unbekannte Wege zu beschreiten, Fehler zu machen und immer wieder von vorne zu beginnen.

Vom Floß zum Kreuzfahrtschiff 

Ein Start-up braucht andere Strukturen, andere Führung, andere Form der Zusammenarbeit als ein stark wachsendes Unternehmen. Und ein etabliertes Unternehmen mit großem Kundenstamm und hohem Marktanteil ist noch einmal etwas ganz anderes. Beim Versuch, das alles unter einen Hut zu bringen und das Unternehmen auf die Zukunft auszurichten, verordnen CEOs ihren Organisationen Agilität. Sie soll möglichst viele Menschen erreichen und Symptome wie Langsamkeit, Bürokratie und Dienst nach Vorschrift bekämpfen.

Wir müssen weg von „Experiment gescheitert, machen wir weiter wie bisher.“

Das Ziel: ein Kreuzfahrtschiff.
Das Ziel: ein Kreuzfahrtschiff.

Doch das ist der falsche Weg. Denn mit dem einfachen Überstülpen vermeintlich agiler Methoden ändert sich nichts. Und die Unternehmensführung erreicht mit ihren Interventionen wie immer nur die Mitarbeiter, die sowieso als Innovatoren und First Mover Neues begeistert begrüßen und ausprobieren. Was nicht gelingt: Strukturen zu entwickeln, die Offenheit für und Lust auf Neues auf die Gesamtorganisation ausdehnen.

Agile Transformation bleibt zu oft an der Oberfläche

New Work beschränkt sich meist auf die Gestaltung der Arbeitsplätze und die Einführung neuer Methoden. Meist ohne positiven Auswirkungen auf das Business. Viel wird investiert, der Outcome bleibt schwammig. Und nach ein paar Monaten heißt es: „Experiment gescheitert, machen wir weiter wie bisher.“

Wir brauchen Agilität dort, wo sie erfolgsentscheidend ist – je nach Aufgabe der Unternehmenseinheit. Dann aber richtig und all in. Unternehmen werden divers und umfassen vom Start-up bis zum jahrzehntealten Marktführer unterschiedlich reife Bestandteile. Wir haben das in das Bild des Unternehmens als Flotte überführt, als Verbund verschiedener Boote vom Floß bis zum Kreuzfahrtschiff. Wir verstehen das als Framework und nennen es FLEAT (Fluid Enterpreise Agilty Transformation). 

FLEAT – die agile Unternehmensflotte

In diesem Bild navigieren Boote eigenständig und möglichst autonom im Flottenverbund. Jedes Boot hat eine eigene Mannschaft, die Mitglieder heuern freiwiliig an. Und bleiben so lange an Bord, wie sie mit ihren Fähigkeiten zum Erfolg beitragen können.

Unternehmen der Zukunft sind ein Verbund ganz unterschiedlicher Boote, die unter eigenem Kommando fahren.
Unternehmen der Zukunft sind ein Verbund ganz unterschiedlicher Boote, die unter eigenem Kommando fahren.

Jede Phase im Leben eines Unternehmens wird bei FLEAT von einem eigenen Bootstyp repräsentiert. Am Anfang steht das Raft (Floß) – das Start-up. Es ist die Antwort auf transparent kommunizierte strategische Herausforderungen der Unternehmensführung. Mitarbeiter nehmen diese als Challenge an und entwickeln ein Lösungskonzept, das sie vor internen Investoren (Vorstand oder Bereichsleitung) pitchen. Gewinnen sie den Pitch, starten sie ihr Floß, ausgestattet mit Budget und Ressourcen, um innerhalb einer gesetzten Frist Prototypen zu entwickeln, Marktanalysen durchzuführen und einen Business Case zu erstellen. Am Ende der Frist pitcht das Team erneut vor den Investoren.

Von Rafts zu Cruise Ships

Passieren sie diese Schleuse, machen sie weiter – als Rowing Boat (Ruderboot). Die Mitarbeiter gehen voll auf die Mission, geben die bisherige Position im Unternehmen auf und bauen ihr eigenes wachsendes Start-up auf. Das Unternehmen wächst und mutiert zum Steamer (Dampfschiff), das nur ein Ziel hat: Wachsen. Um schließlich zu einem eigenen Cruise Ships (Kreuzfahrtschiff) im Flottenverbund zu werden, auf dem das Standardgeschäft weiterentwickelt und vermarktet wird, bis der Produktlebenszyklus an sein Ende kommt. 

Ein agiles Unternehmen hat permanent unterschiedliche Rafts, Rowers, Steamers und Cruise Ships im Wasser. Sie agieren selbständig als Independent Operating Units (IOU), mit voller End2End-Verantwortung, inkusive eigener Gewinn-und-Verlust-Verantwortung. Aber alle sind auf ein gemeinsames übergreifendes Ziel ausgerichtet. In jeder IOU herrschen spezifische Formen der Führung, der Zusammenarbeit, der Arbeitsteilung – je nach Zweck, Reifegrad und Herausforderung.

Autonom mit gemeinsamem Purpose

Wir verstehen FLEAT als Antwort auf die Herausforderungen und schnellen Veränderungen der Märkte. So autonom und unabhängig wie möglich und nötig steuern alle auf das gemeinsame Ziel Unternehmenserfolg und Zukunftssicherung zu. Jeder agiert, wie es in der jeweiligen Situation angebracht ist.Es geht um Empowerment und Enablement und das richtige Mindset. Auf dem Floß, auf dem Segelboot, auf dem Kreuzfahrtschiff.