Talent Management

Wegweisende Führung ist immer Talent Empowerment

Kommentar Führung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in einer digitalen, herausfordernden Arbeitswelt, die sich stetig wandelt. Wegweisende Führung ist mensch-zentriert und befähigt Menschen dazu, ihr Bestes zu geben.

Führung beginnt lange vor dem ersten Arbeitstag. Foto: Anna Tarazevich, Pexels
Führung beginnt lange vor dem ersten Arbeitstag. Foto: Anna Tarazevich, Pexels

Führen zum Erfolg heißt Dialog

Der entscheidende Faktor für den dauerhaften Erfolg von Unternehmen sind die Menschen, die das Unternehmen bilden. Das ist unsere feste Überzeugung bei Haufe. Die Menschen machen den Unterschied – wenn es gelingt, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass sie wirklich wirksam werden können. Jede und jeder einzelne. Wir nennen das People Impact.

Human-Centered Leadership und People Impact

Für People Impact braucht es eine Führung, die sich an den Menschen ausrichtet, nicht an Prozessen. Der Berater Josh Bersin nennt das „Human-Centered Leadership“. Für ihn ist Human-Centered Leadership „a required paradigm shift”, um die Zukunftsfähigkeit von Organisationen und die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen zu sichern. Es geht um die Menschen in den Organisationen. Darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie Großes leisten können, weil die Führung sie unterstützt und befähigt.

Die Menschen machen den Unterschied – wenn es gelingt, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass sie wirklich wirksam werden können.

Das ist der Kern von Führung: Den Rahmen zu bieten, der genau das möglich macht. Es geht um das Arbeitsumfeld, um die Technologie, die Mitarbeiter:innen nutzen können, um die Unternehmenskultur, die Eigenständigkeit, Offenheit und Lust auf Neues fördert und ermöglicht. Führen zum Erfolg bedeutet Kommunikation. Und mehr noch: Führen zum Erfolg heißt Dialog.

Führung, so verstanden, hat drei Dimensionen:

  • Mitarbeiter:innen heran-führen ans Unternehmen (im Recruiting)
  • Mitarbeiter:innen ein-führen ins Unternehmen (im Onboarding)
  • Mitarbeiter:innen führen im Arbeitsalltag (im Performance Management)

Bewerber:innen sollen die bestmögliche Erfahrung mit dem Unternehmen ihrer Wahl machen. Das heißt: Der Eingang der Bewerbung wird umgehend bestätigt, keine lange Zeit der Unsicherheit, ob die Unterlagen angekommen sind. Dazu die Information, wann das Unternehmen sich melden wird. Und den Termin halten die Verantwortlichen dann auch ein. Fragen des oder der Bewerber:in werden schnell beantwortet, die Einladung zum Kennlerngespräch erfolgt zügig. Die Rückmeldung nach diesem Gespräch lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten, alle weiteren Schritte sind transparent. Mit einem Wort: Bewerber:innen werden nicht wie Bittsteller:innen behandelt, sondern partnerschaftlich und zugewandt. Schließlich will ja das Unternehmen die beste Kandidatin für sich gewinnen.

Digitale Unterstützung

Ohne Softwareunterstützung geht das nicht. Viele Schritte lassen sich automatisieren, technisch gesehen gibt es keine Ausreden für nicht beantwortete Bewerbungen, vergessene E-Mails und lange Wartezeiten. Und Menschen sind immer weniger bereit, solche Fehler zu verzeihen. Der Umgang mit Bewerbungen ist der erste Eindruck, den ein Unternehmen bei potenziellen Mitarbeiter:innen hinterlässt. Ist diese Erfahrung schlecht, hat das langandauernde Wirkung. Nicht nur bei denen, die am Ende nicht ausgewählt werden, sondern oft auch bei den neuen Mitarbeiter:innen. Wer sich nicht ernst genommen fühlt, nimmt diesen Eindruck auch am ersten Arbeitstag mit – und danach.

Führung bedeutet ganz wesentlich Kommunikation. Und eben nicht nur einmal im Jahr im Mitarbeiter:innengespräch, sondern immer dann, wenn es etwas zu besprechen gibt.

Recruiting ist Führungsaufgabe. Das kann, das sollte niemand delegieren. Genauso wenig wie das Onboarding. Die neue Kollegin ins Unternehmen und ins Team einführen, die Aufgaben klären, Erwartungen klar definieren – das alles ist Führung. Denn es gibt den Neuen die psychologische Sicherheit, die sie brauchen, um wirksam zu werden. Vom ersten Tag an.

Führung beginnt beim ersten Kontakt

Führung bedeutet ganz wesentlich Kommunikation. Und eben nicht nur einmal im Jahr im Mitarbeiter:innengespräch, sondern immer dann, wenn es etwas zu besprechen gibt. Die Unternehmensstrategie erklären, gemeinsam mit den Menschen definieren, was das für jede:n Einzelne:n bedeutet, Feedback geben, regelmäßig gemeinsam überprüfen, ob das Team auf dem richtigen Weg ist oder ob etwas angepasst werden sollte, tägliches Lernen ermöglichen: Das schafft eben den Rahmen dafür, dass alle zum Erfolg des großen Ganzen beitragen.

Führung unterstützt und befähigt die einzelnen Mitarbeiter:innen und Teams, indem sie Orientierung und Sicherheit gibt, Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt und Lernen fördert, potenziale erkennt und alles tut, um Menschen wirksam sein zu lassen. Zukunftsweisende Führung ist immer Talent Empowerment.