Podcast ErfolgsgeDANKE

#60 Special mit Podcast-Host Björn Waide und einem großen „Danke!“

Podcast Was ist Erfolg? Dieser Frage gehe ich in Episode 60 des ErfolgsgeDANKE-Podcasts nach. Denn sie ist eine Zäsur, da ich nach fast 10 Jahren bei der Haufe Group und smartsteuer beruflich einen Neuanfang wage – und der Podcast ein neues Zuhause bekommt (stay tuned!). In diesem Sinne: DANKE für das Interesse an all den inspirierenden Persönlichkeiten und ihrem Weg zum Erfolg – und bleibt erfolgreich!

Björn Waide
Björn Waide

Was ist Erfolg? Was sind Erfolgsfaktoren? Und welchen Anteil haben Andere am Erfolg eines Einzelnen? Diesen Fragen gehe ich in Episode 60 des ErfolgsgeDANKE-Podcasts nach. Denn sie ist eine Zäsur, da ich nach fast 10 Jahren bei der Haufe Group und insbesondere smartsteuer beruflich einen Neuanfang wage. Das ist dann auch ein Abschied auf Raten von Euch, liebe New-Management-Community – DANKE für das Interesse all den inspirierenden Persönlichkeiten und ihrem Weg zum Erfolg!

Ich will die Gelegenheit nutzen, um einmal zurückzublicken auf fünf Dutzend Gäst:innen und ihre Gedanken zu Erfolg. Etwas Ähnliches gab es bereits schon einmal in Folge 27. Meine wesentliche Erkenntnis damals:

Wichtiger als Vorbilder, denen man einfach nur nacheifert, scheinen Förderer zu sein. Menschen, die einem im eigenen Leben Dinge zugetraut haben bar jeder Vorerfahrung und Möglichkeiten gegeben haben, sich auszuprobieren.

Diese Erkenntnis hat sich in den 33 darauffolgenden Episoden gehalten und stabilisiert. Haken dran.

Heute möchte ich mich daher mehr der Frage widmen, was jede und jeder selbst tun kann, um Erfolg zu haben? Und natürlich müssen wir dazu – wie in jeder ErfolgsHACKS-Episode – erst einmal bei der Frage beginnen, was Erfolg eigentlich ist.

Was ist Erfolg?

Wenn ich die 60 Antworten versuche für mich zusammenzufassen sind es Variationen von

„Die Welt ein Stück besser machen, einen Beitrag leisten!“ und „Das machen können, was man liebt.“ Julian Zuber von GermanZero hat es so formuliert: „Ich möchte Menschen in meinem Umfeld zum Guten verbessern.“

Anna Alex von Planetly hat es so ausgedrückt: „Erfolg hat mit dem Gefühl zu tun, die eigene Lebenszeit maximal genutzt zu haben.“ Und: „Erfolg bedeutet für mich, das zu machen, was einem Spaß macht“, meint Fabian „Steuer-Fabi“ Walter.

Das klingt ein wenig abstrakt, aber das muss es notwendigerweise auch sein. Denn was uns Spaß macht, uns erfüllt, aber auch in welchem Bereich wir die Welt um uns herum ein bisschen besser machen können oder wollen ist höchst individuell. Was es eben nicht gibt, ist diese eine Definition von Erfolg, die man von außen als Messlatte an ein Leben legen kann und dann eine Zahl ablesen. Erfolg ist vielmehr ein persönlich empfundenes Gefühl. Und das ist auch gut so.

Interessant ist auch, was in 60 Gesprächen zu dem Thema eigentlich nie jemand gesagt hat, nämlich: Geld. Aber machen wir uns nichts vor. Geld ist vielleicht kein Zweck, aber es ist in unserer Welt ein wichtiges Mittel, um die Freiheit zu haben, das machen zu können, was man liebt.

Was sind Erfolgsfaktoren?

Nachdem wir also ein wenig herausgearbeitet haben, was Erfolg ist, können wir uns mit der Frage beschäftigen, wie man erfolgreich wird. Oder sagen wir es anders, wie man die Chancen auf Erfolg erhöht.

Denn für Viktor Mayer-Schönberger ist „Erfolg das Produkt glücklicher Zufälle.“ Aber aus der Wahrscheinlichkeitstheorie kennen vermutlich alle noch das „Gesetz der großen Zahlen“, nach der auch zufällige Ereignisse wie beim Würfeln bei entsprechend häufiger Durchführung sich ihrer rechnerischen Wahrscheinlichkeit annähern.

Fredrik Harkort von cleverly hat das in meinen Augen besonders prägnant für sich auf den Punkt gebracht: „Erfolg muss man sich holen!“

Das klingt vielleicht erst einmal überheblich. Aber wer die Episode mit Fredrik gehört hat und seine Geschichten dazu, der merkt: Er hat Erfolg nicht gepachtet. Er wartet nur nicht darauf, dass er ihm in den Schoß fällt.

Dabei geht natürlich nicht jeder Versuch auf. „Kreativität entsteht nicht daraus, dass man einmal eine kreative Idee hat, sondern weil du es durchhältst – jeden Tag“, sagt daher Christoph Magnussen von Blackboat und spielt damit auf das oben erwähnte Gesetz der großen Zahlen an. Thomas Edison hat es dereinst ja so formuliert: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühlampe baut.“

Und so überrascht es vielleicht nicht, dass auch in der Gruppe interviewter Unternehmer:innen, Künstler:innen und Kreative:r Themen wie Disziplin und Hartnäckigkeit allgegenwärtig sind. Die ist aber nicht zu verwechseln mit Verbissenheit.

„Hinter Leichtigkeit steckt immer harte Disziplin“, sagt PR-Guru Frank Behrendt schon in der allerersten ErfolgsgeDANKE-Episode und wirbt nicht nur in seinen Büchern für mehr Entspanntheit. „Arbeit ist nur Monopoly für Erwachsene!“

Und so ist die andere Seite der Erfolgsmedaille die Kreativität, Imagination. Möglichkeitswissenschaftler Lars Hochmann plädiert daher auch dafür, der Fantasie mehr Futter zu geben, schon in der frühen Bildung. Und Christoph Magnussen betont die Bedeutung des Spielens, nicht nur für Kinder.

Kreativität gepaart mit Disziplin scheinen also gute Erfolgsfaktoren. Aber gerade weil nicht aus jeder Idee etwas wird, muss man mit Rückschlägen umgehen lernen. Früh im Leben Selbstwirksamkeit erfahren zu haben, hilft da enorm. Aber selbst dann kann es hart sein, wenn ein zur Identität gewordener eingeschlagener Weg endet. So wie für den Fotografen und Ex-Sportler Oliver Farys, dessen Sportlerkarriere auch durch Verletzungspech früh endete und der erst lernen musste, dass sein Ich nicht fest gebunden ist an die Identität des Sportlers. Wir sind nicht, was wir tun. Identitäten sind wechselbar.

Mobilitätsaktivistin Katja Diehl geht sogar noch weiter und betont die Rückschläge als Triebkraft wenn sie sagt: „Danke, liebe Steine auf dem Weg, ihr habt mich hierher geführt.“

Das geht rückwärts blickend im Sinne Steve Jobs „connecting the dots“ natürlich leichter, als wenn man mittendrin steckt. Daher haben viele meiner Gäst:innen dafür plädiert, sich früh Hilfe zu holen, beruflich wie privat, und am besten deutlich bevor es akut wird. So haben sowohl Patrick Leibold von celebrate als auch Anna Alex von planetly über die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Coaches gesprochen.

Zusammenfassung und Ausblick

Meine persönliche Zusammenfassung aus 60 Folgen lautet daher:

Erfolgreich sein ist das subjektive Empfinden, einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu können bei dem wir unsere individuellen Fähig- und Fertigkeiten selbstbestimmt einsetzen.
Auf dem Weg dahin helfen Kreativität und Durchhaltevermögen in der Gewissheit, dass man sich Erfolg holen muss und Rückschläge dazugehören. Coaches können gerade dann helfen, wenn wir eingefahrene Denkmuster durchbrechen wollen zum Beispiel wenn uns Veränderung schwer fällt.

Was bedeutet das jetzt für uns, für mich?

„Hätte, hätte, Fahrradkette“, sagte einst Peer Steinbrück. „Machen statt meckern“, sagt Verena Pausder und betont die Bedeutung des Handelns gegenüber dem bloßen Reden.

In diesem Mindset gehe ich auch meine persönliche Veränderung an. Denn nach 60 Folgen wird dieser Podcast erst einmal eine Pause einlegen, da ich nach fast 10 Jahren bei der Haufe Group und insbesondere smartsteuer beruflich einen Neuanfang wage. Darüber gibt es dann auf LinkedIn in Zukunft sicher mehr zu lesen. Erst einmal bleibt mir ganz im Wortsinne des Podcasts „DANKE“ zu sagen. An meine 60 Gästinnen ebenso wie an alle treuen Hörer:innen. Ich habe mit und durch Euch eine Menge gelernt und viel Inspiration aus jedem Gespräch mitgenommen.

In diesem Sinne: Bleibt erfolgreich und bis bald!